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KW36 SOCIAL MEDIA NEWS 2020

TIKTOK VERTEIDIGT SICH JETZT AUCH IN UK

Während die Streitigkeiten über die Zukunft von TikTok in den USA weiterhin im Gange sind, überlegt sich nun auch Großbritannien, TikTok mit Auflagen zu vergraulen.

Schon im Juli hat UK öffentlich bekanntgegeben, die chinesische Firma Huawei nicht in den 5G-Ausbau miteinzubeziehen. Ursprünglich sollte der Anteil von Huawei immerhin ganze 35% betragen. Als Grund gab der Staat an, dass die Datensicherheit ihrer Bürger ihnen am Herzen läge. Diese Entscheidung warf natürlich auch Fragen über TikTok auf, welches bei den Inselbewohnern immer beliebter wird. Laut CNBC wollte TikTok vor kurzem auch seinen neuen Headquaters-Standort in London einrichten.

Die User und Unterstützer TikToks sind sich einig und wollen die Plattform weitgehend unterstützen. Deshalb hat das Social Media Unternehmen nun in Kollaboration mit dem Designer Joshua Vides und der NTWORK App eigene Hoodies und Shirts mit dem Aufdruck “NOT GOING ANYWHERE!” herausgebracht.

Ob dies nur als Statement in der Angst um den unterstellten Datenmissbrauch Chinas untergeht oder TikTok sich durchsetzt, wird wahrscheinlich von der Deadline in den USA am 15. September abhängen.

FACEBOOK UND Instagram ERWEITERN SHOPPING TAB

Facebook und Instagram möchten das In-App Shopping Erlebnis erleichtern und lassen nun auch die Käufe innerhalb der App zu.

Seit 2018 ist nun das Shopping auf Instagram schon verfügbar und ist vor allem für kleinere Unternehmen in Nischen-Bereichen ein wertvolles Tool, um die Verkäufe anzukurbeln. Der In-App Kauf war bisher nur bei speziellen Unternehmens-Accounts verfügbar. Nun ist es für alle zugelassenen Businesses und Creator in den USA zugänglich. Wollt Ihr Teil dieser zugelassenen Businesses sein, müsst ihr ein paar Kriterien erfüllen wie z.B. die Verknüpfung mit der Domain eurer Unternehmens-Website und ein paar weiteren Punkten.

Mit dem Commerce Manager könnt ihr euren Instagram Shop erstellen. Solltet ihr bereits einen Online Shop über einen der Instagram-Partner wie Shopify haben, könnt ihr diesen selbstverständlich auch einfach integrieren. Bis zum Ende diesen Jahres hat die Social Media Plattform nicht vor, Gebühren für diesen Service zu erheben:

“We also want to help reduce the cost of doing business during this tough economic time, so we’re waiving selling fees for businesses that use checkout on Instagram through the end of the year.”

Doch nicht nur das. Weitere Features sind nun verfügbar. Mittlerweile kann man das Layout des Instagram-Shops individueller gestalten und es sollen Live-Käufe möglich werden. Durch neue Kanäle wie Live Videos, soll der Traffic besser auf den Shop lenken. Bis voraussichtlich Ende Mai nächsten Jahres möchte Facebook diesbezüglich den E-Commerce revolutionieren und in den Live-Streams und in den Stories einen Shopping Tab integrieren.

 

Instagram Live shopping

 

Der Blick Facebooks ist stark auf die Zukunft des Social Commerce gerichtet. Die Vision eine komplett „shoppable“ Plattform zu kreieren steht offensichtlich im Fokus für den Social Media Giganten. Für Unternehmen und Creator birgt diese Entwicklung auch eine große Chance. Inwieweit Social Media dann noch Social Media ist und nicht Consume Media wird bleibt abzuwarten.

FACEBOOK PLANT INTEGRATION VON VERLAGEN

Bisher waren Nachrichteninhalte von Verlagen auf der Facebook Plattform nur in den USA verfügbar. Dies soll sich nun ändern: Facebook plant, diesen Service auch in anderen Ländern – darunter auch Deutschland – anzubieten.

Über einen eigenen Tab können die User lokale und internationale Nachrichten von Verlagen einsehen, die mit Facebook kooperieren. Nun wollen sie mehr Verlage und Redaktionen bei der Traffic-Generierung unterstützen und dieses Feature in den kommenden Monaten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Indien und Brasilien zu launchen.

In Facebooks neuem Blogpost ist davon die Rede, dass Verlage, die ihre Nachrichten für den News-Bereich bei Facebook zur Verfügung stellen, auch vergütet werden sollen. Genaueres ist jedoch noch nicht bekannt. Facebook möchte den Branchen, die durch die Corona-Maßnahmen am Kämpfen sind nicht nur mit den angebotenen laufenden Workshops unterstützen.

Campbell Brown: “Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, Verlage und Redaktionen dabei zu unterstützen, neue Zielgruppen zu erreichen. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend: Wir haben festgestellt, dass 95% der Zugriffe über Facebook News zusätzlich zu dem aus News Feed stammenden Traffic erfolgen.”

Ob die News auf Facebook dann seriös sein werden, ist unklar, denn das kommt darauf an, wie Facebook die News auswählt und welchen Filter Sie den Medien überstülpen. Dass Facebook eine höhere mediale Machtstellung mit diesem Feature einnehmen würde und was dies bedeuten könnte ist vielen Usern wahrscheinlich nicht bewusst, denn die Informationen können den User in seiner Weltanschauung stark beeinflussen. Die Leitmedien könnten definitiv mehr Glaubwürdigkeit suggerieren, als die News im Feed. Man darf gespannt bleiben, welche Medien sich für eine Kooperation mit Facebook entscheiden und welche Inhalte geboten werden.

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