SOCIAL MEDIA NEWS APRIL 2021

Was sind die Social Media News für April? Werbeflächen, die ein besseres Targeting ermöglichen und Unternehmen neue Chancen bieten nehmen Gestalt an, mit Clubhouse lässt sich nun Geld verdienen, LinkedIn führt neue Job-Bezeichnungen für Care-Arbeit ein und TikTok-Accounts sind für den Grimme-Award nominiert.

Wir haben alles Wichtige für euch zusammengetragen:

INSTAGRAM IM WANDEL

CLUBHOUSE PAYMENTS IST DA

YOUTUBE ERWEITERT WERBEMÖGLICHKEITEN

FACEBOOK TESTVERSION VON CLUBHOUSE-KLON IST DA

LINKEDIN FÜHRT NEUE JOB-BEZEICHNUNGEN EIN

TIKTOK-ACCOUNTS FÜR DEN GRIMME-AWARD NOMINIERT

INSTAGRAM IM WANDEL

Diesen Monat ist wieder einiges bei Instagram passiert. Denn neben dem Testen vom Verbergen der Like-Counts und Werbung mit Reels möchte der Mutterkonzern Facebook genauso wie YouTube nun eine Plattform für Kinder ermöglichen: Instagram für Kinder. Hierbei geht es darum, Kinder vor manchen Inhalten auf Instagram zu schützen. Momentan ist für Kinder unter 13 Jahren Instagram nicht zugänglich.

Vor kurzem hat Facebook bekannt gegeben, an einer Instagram-Version für Kinder zu arbeiten. Die Diskussionen sind natürlich schon voll im Gange, denn Kritiker sehen dieses Angebot als Soft-Variante der Social Media Plattformen, der zwar einen geschützten Raum bieten kann, jedoch einen frühen Einstieg in den Medienkonsum ermöglichen. Nicht ganz einfach, doch wenn es ein Instagram Kids geben wird, könnte vielleicht das Zeigen des weiblichen Nippels bald auf Instagram toleriert werden? Doch bis dahin bleibt er wohl weiterhin verpixelt, überdeckt, übergemalt. Manche verbergen den Nippel auch unter Obst und anderen Gegenständen.

Apropos verbergen: Bereits im Januar hat App Forscher Allessandro Paluzzi die Option entdeckt, den Like-Count zu verbergen. Ihm zufolge soll es nun drei neue Optionen geben:

  1. Hiding Like-Count bei den Beiträgen anderer User
  2. Das Ausschalten von Like-Counts für die eigenen Beiträge
  3. Vollständiges Verbergen der Like-Counts

You can hide the like count directly during post creation by going to the “Advanced settings” section 👀 pic.twitter.com/SUExGWNaDB

— Alessandro Paluzzi (@alex193a) January 14, 2021

CLUBHOUSE payments ist da!

Wie wir bereits erwähnt wird es sehr bald möglich sein, mit Clubhouse Geld zu verdienen. Eine Testgruppe hat bereits Zugriff auf das sog. Clubhouse Payments. Die Creators dieser Testgruppe können nun Payments von den Zuhörern erhalten. Wie das funktioniert? Über das Profil des Creators kann man ihm Geld schicken. User können den gewünschten Betrag eingeben und dann bezahlen. Beim ersten Payment muss der User noch seine Girokonto-Daten angeben. 100% des Geldes kommen laut Clubhouse auch beim Creator an. Nur eine kleine Gebühr, die der User extra zahlt geht an den Bezahldienst Stripe. Die Audio-Only App stand in den deutschen Download-Charts wochenlang an der Spitze und hat nach einem kurzen Tiefgang auf Platz 247 wieder zugelegt. Kleiner Sidefact am Rande: Das Bild von Clubhouse ändert sich immer wieder mal. Gerne darauf achten.

YOUTUBE ERWEITERT WERBEMÖGLICHKEITEN

Wie Instagram auch, wendet sich Youtube der Schaltung von Werbeanzeigen zu, um Unternehmen und Creator zu unterstützen. Hierzu soll es nun mehrere Content-Formate geben, die in unterschiedlichen Themenbereichen geschalten werden können. Dazu gehören:

  1. Bildungsvideos
  • Clips mit kontroversen Inhalten
  • Videos, die „Adult Humor” anwenden

Um den Creator und Unternehmen eine bessere Übersicht zu verschaffen, welcher Content vollständig genutzt werden kann, um Umsatz zu generieren, hat Youtube schon letztes Jahr ein Farbschema aufgestellt:

2. Gelbes Icon: Nur ausgewählte oder keine Ads dürfen geschaltet werden

  • Rotes Icon: Video darf nicht für die Umsatzgenerierung verwendet werden
  • Graues Icon: Creator hat die Option der Ad-Schaltung in diesem Video ausgeschaltet

Folgendes Video erklärt die Icon genauer:

Mittlerweile prüft YouTube auch vorab, ob der Content auch urheberrechtlich den Richtlinien entspricht. Insgesamt gibt diese Änderung Unternehmen die Chance, die eigene Zielgruppe besser zu erreichen und Werbung ohne großen Streuverlust zu schalten.

FACEBOOKS TESTVERSION VOM CLUBHOUSE-KLON IST DA

Hotline: Facebook testet ersten Clubhouse-Klon - COMPUTER BILD

Neben dem neuen Werbe-Sticker für Facebook Stories hat Facebook nun den Clubhouse-Klon veröffentlicht. Die Experiment-Abteilung des Social Media Giganten NPE bringt fast monatlich neue Apps raus und probiert neue Trends aus. Diese sind als Probelauf gedacht, die Facebook zu neuen Erkenntnissen der User-Journey bringen soll. Nach dem Clubhouse-Hype war klar, dass bald ein Klon auf dem Markt kommen wird. Anfang April hat NPE dann bereits die Beta-Version von „Hotline“ vorgestellt. Die Web-App ist Clubhouse in seinen Features sehr ähnlich, das Layout ist fast identisch, die Fragen der Zuhörer können up- und downvoted werden. Facebook hofft so, den Vorgang besser zu verstehen und dann endgültig in Facebooks Messenger Rooms zu implementieren. Die Tools für Messenger Rooms werden stetig weiterentwickelt und werden auch bald in Deutschland verfügbar sein. Sogenannte „Soundbites“ und „Stimmenverzerrer“ sorgen für neue Audio-Qualität und kreativen Einsatz in Audio-Rooms. Wir dürfen gespannt sein, welche Möglichkeiten sich im Audio Bereich noch auftun werden.

LINKEDIN FÜHRT NEUE JOB-BEZEICHNUNGEN EIN

„Stay-at-home Parent“ ist auf LinkedIn nun ein offizieller Job-Titel! Dass Care-Arbeit unterschätzt wird, wird gerade in Corona-Zeiten klar. Und wenn Eltern für das Kind eine Lücke im Lebenslauf haben, wird das von vielen Arbeitgebern immer noch ungern gesehen. Oft müssen sie sich in Bewerbungsgesprächen deshalb erklären. Doch Eltern-sein ist ein Job – und das 24/7. Meistens 18 Jahre lang. Dabei ist Care-Arbeit ein wesentlicher Faktor für ein funktionierendes System. LinkedIn sieht das anscheinend genauso, denn die Business-Plattform hat nun folgende Jobtitel hinzugefügt: „Stay-at-home Mom“, „Stay-at-home Dad“, „Stay-at-home Parent“, „Mom“, „Dad“, „Caretaker“ und „Homemaker“. Von selbst ist das Unternehmen aber nicht darauf gekommen. LinkedIn wurde aufgefordert, den Beitrag von Heather Bolen zu kommentieren. Sie kritisiert die Plattform dort offen über die fehlenden Jobbezeichnungen, die es den Müttern erschweren, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Ein wichtiger Schritt, um auf den Wert der Care-Arbeit hinzuweisen.

TIKTOK-ACCOUNTS FÜR DEN GRIMME-AWARD NOMINIERT

Kennt ihr den Grimme-Award? Das ist ein Award vom Grimme-Institut in Marl, das sich mit Fragen der Medienkultur und -bildung im digitalen Zeitalter befasst. Es leistet einen einordnenden Beitrag bei der öffentlichen Meinungsbildung über Medien, ihrer Qualität, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und Bedeutung. Da TikTok schon öfter bewiesen hat, dass auch sperrige Themen kreativ und einfach dargestellt und erklärt werden können, wurden nun zwei Accounts für den Grimme-Award nominiert: Der Account der Tagesschau und Niklas Kolorz.@tagesschauDie Regeln gelten erst mal bis zum 30. Juni.

##tagesschau##nachrichten##bundesnotbremse♬ Originalton – tagesschau

Auch andere Nominierungen sind erwähnenswert: Die Reaktion der Komikerin Enissa Amani auf eine Ausgabe des WDR-Talks Die letzte Instanz in welcher die Debatte über das Wort „Zigeunersauce“ aufkam. Die Auswirkungen und das Nutzen der sozialen Medien rücken immer weiter in den Mittelpunkt. Ob Berichterstattung über kurz-Videos jedoch gehaltvoll genug sind, um den ganzen Sachverhalt zu erklären, ohne wichtige Informationen auszulassen, wird hier nicht thematisiert.

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