Reichweite auf Linkedin erhöhen_Titelbild_all.airt

WIE FUNKTIONIERT DER LINKEDIN ALGORITHMUS?

Letzte Woche haben wir bereits erklärt wie der Instagram Algorithmus funktioniert, diese Woche setzen wir einen drauf und erklären den LinkedIn Algorithmus.

Mit knapp 660 Millionen Nutzern weltweit ist LinkedIn eine anerkannte und veritable Social Media Plattform. Im Gegensatz zu herkömmlichen sozialen Netzwerken ist LinkedIn in erster Linie eine Business / Karriere-Plattform. Eine der stärksten Vorteile von LinkedIn sind die Verknüpfungen. Verknüpfungen, die du zu Business-Kontakten herstellen kannst und geschäftliche Beziehungen, die du über die Plattform pflegen kannst. Je größer dein Netzwerk auf LinkedIn, umso höher tendenziell die Reichweite deiner Beiträge.

Das Vernetzen mit möglichst vielen Menschen reicht aber alleine nicht aus. Um die Reichweite deines Accounts zu erhöhen, musst du relevanten Content posten. Wie auch auf anderen Social Media Plattformen, arbeitet LinkedIn hierbei mit einem Algorithmus. Dieser filtert und sortiert im Hintergrund deine Posts und entscheidet darüber was angezeigt werden soll und was nicht. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, wie der LinkedIn Algorithmus funktioniert.

DIE 4 PHASEN DES LINKEDIN ALGORITHMUS

Der LinkedIn Algorithmus bewertet Beiträge in 4 Phasen. Je relevanter & besser dein Content, umso höher wird dieser eingestuft. Dein Ziel sollte also sein möglichst hoch eingestuft zu werden. Denn je höher dein Content bewertet wird, umso mehr Menschen bekommen diesen zu sehen.

LinkedIn Algorithmus als Grafik (Quelle: LinkedIn Engineers Blog)

1. PHASE EINS – AUTOMATISCHER CONTENT FILTER

Sobald du etwas postest, egal ob Text oder Bild, ordnet ein Bot deinen Beitrag in eine der drei folgenden Kategorien ein:

  • „Spam“
  • „Geringe Qualität“
  • „Freigegeben“

Dein Ziel sollte sein in der Kategorie „Freigegeben“ zu landen. Doch auch wenn dein Content aus irgendeinem Grund in der Kategorie „Geringe Qualität“ landet, ist das noch lange kein KO- Kriterium. Dein Post kann trotzdem in die nächste Phase vordringen. Die Chance ist allerdings geringer. Falls dein Content schon in der ersten Phase in der Kategorie „Spam“ landet, endet die Reise leider hier schon. Auf Basis welcher Kriterien der Algorithmus deinen Beitrag einordnet, lässt sich leider nicht genau sagen.

2. PHASE ZWEI – TESTPHASE 

In dieser Phase überprüft der Algorithmus deinen Posts auf Relevanz. Anhand von echten Menschen. Da LinkedIn natürlich nicht die Kapazitäten hat das für jeden einzelnen Post durchzuführen, nutzt der Algorithmus dazu die LinkedIn User.
Dein Content wird zunächst einem kleinen Teil deiner Kontakte gezeigt, um zu sehen wie diese darauf reagieren. Likes, Shares und Kommentare sind positive Signale an den Algorithmus. Wenn Nutzer deinen Beitrag jedoch als Spam melden oder in ihrem Feed verbergen, wirkt sich das negativ aus.

Achte hierbei darauf, dass dein Content relevant für deine Zielgruppe & die Plattform LinkedIn ist. Zum Beispiel: Urlaubsbilder sind hier eher fehl am Platz. Darüber hinaus kannst du den Algorithmus “hacken”, indem du LinkedIn User dazu bringst mit deinem Beitrag zu interagieren.

  • Frage die User nach ihrer Meinung zu deinem Thema
  • Tagge relevante Personen im Beitrag und fordere sie aktiv auf an der Diskussion teilzunehmen
  • beantworte jeden Kommentar
  • trete einer Engagement-Gruppe bei, in der ihr euch gegenseitig unterstützt

3. PHASE DREI– AUTOMATISIERTE VIRALITÄTS-PRÜFUNG

Nachdem der Algorithmus eine erste Rückmeldung über die Qualität des Beitrags erhalten hat, sucht er in dieser Phase nach Hinweisen zur Qualität des Beitragserstellers, sowie dessen Netzwerk.
LinkedIn hat sich aus gutem Grund für diese Phase entschieden. Spammer können ja auch irgendeinen Müll posten und mithilfe weiterer Spam-Konten ihre Beiträge mit Likes und Kommentaren überhäufen. Das würde automatisch dazu führen, dass der Spam-Post in die nächste Phase kommt.

Der Algorithmus überprüft in dieser Phase nicht nur deine Glaubwürdigkeit und die deines Netzwerkes. Er legt auch fest, ob die Inhalte deines Posts wirklich relevant und nützlich für deine Kontakte und Follower sind. Auf Basis dieser Einschätzung, entscheidet der Algorithmus auch, ob er deinen Content „zurückstufen“ soll.

Sollte dein Beitrag in der Qualitätsbeurteilung schlecht abschneiden, verschwindet dieser nicht direkt, sondern wird seltener angezeigt und rutscht im Feed weiter nach unten. Er wird quasi in Phase zwei zurückgestuft.  Jetzt kommt es wieder auf deine Follower an. Interagieren sie weiterhin mit deinem Post – kommentieren, liken und teilen sie ihn fleißig – dann kommt er zurück in Phase drei und wird hier nochmal neu bewertet.

4. PHASE VIER – CONTENT-ÜBERPRÜFUNG DURCH REDAKTEURE

In dieser Phase unterscheidet sich der LinkedIn Algorithmus von vergleichbaren Algorithmen. Einzig TikTok setzt ähnliche Praktiken ein. Sollte es dein Post durch alle drei vorherigen Phasen geschafft haben, wird er in dieser Phase von echten LinkedIn Redakteuren bewertet.

Hier entscheidet sich, ob dein Post weiterhin im Feed angezeigt wird oder nicht. Sollte er gut bewertet werden. Und dein Netzwerk interagiert zudem weiterhin mit deinem Post. Dann wird dieser immer wieder im Feed angezeigt. Auch wenn der Post bereits einige Tage bzw. Wochen vorher veröffentlicht wurde.

LinkedIn belohnt also qualitativ hochwertige und besonders interessante Posts damit, dass sie immer wieder im Feed angezeigt werden. Relevante Posts verschwinden nicht so schnell. Das wäre zum Beispiel bei einem chronologischen Feed üblich. Sehr interessante aber wochenalte Posts können im Feed präsenter sein, als Posts die nur wenige Stunden alt sind.

Wie du siehst, legt der LinkedIn Algorithmus viel wert auf die Relevanz des Contents. Die Interaktionen sind dementsprechend das wichtigste Signal für den Algorithmus. Die Zeit bzw. das Timing spielt dagegen (fast) keine Rolle.

Es gibt noch weitere Ansätze wie du die Reichweite deines LinkedIn Accounts abgesehen vom Algorithmus noch erhöhen kannst. In diesem Beitrag zeigen wir dir einfache 10 Tipps!

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