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PERSONAL BRANDING – DIE VISITENKARTE DER ZUKUNFT

Das Wort „Branding“ ist mittlerweile ein allzeit präsenter Begriff. Gerade im Bereich des Entrepreneurship’s und Unternehmertums ist es ein prägender Ausdruck von höchster Relevanz geworden – und das mit gutem Grund.
Branding ist nicht nur ein weiteres Beispiel für einen Begriff, den sich irgendwelche blassen Marketer in ihrem kleinen Kämmerchen ohne Fenster überlegt haben, sondern ist tatsächlich entscheidend für die Online Präsenz und den Erfolg eines Unternehmens. Doch Branding kann nicht ausschließlich ein Unternehmen betreiben – jede Person die online aktiv ist, betreibt automatisch Branding, ganz gleich ob sie es will oder nicht. Dies wird dann Personal Branding genannt.

Doch was ist Personal Branding überhaupt?

Personal Branding bezeichnet den Prozess der Erstellung einer öffentlichen, digitalen Identität. Es beinhaltet die sorgfältige und genaue Kommunikation der eigenen Werte, Überzeugungen, Ziele und Absichten. Denkt man an die öffentlichen Auftritte einiger der größten Marken, dann Nike hat zum Beispiel eine Marke aufgebaut, die Sportler feiert, leistungsstarke Produkte entwickelt und Verbraucher unterstützt, die einen aktiven Lebensstil leben wollen. Diese konsistenten Branding-Faktoren spiegeln sich immer wieder in der Kommunikation von Nike wieder, sei es in Zeitschriften, im Fernsehen oder Online auf Social Media.
Das ist genau der Ansatz, den man bei der Entwicklung einer Personal Brand verfolgen muss. Zwar veröffentlicht man vielleicht keine Anzeigen in Zeitschriften oder erstellt Fernsehwerbung, aber man muss darüber nachdenken, wie die persönliche Marke dargestellt wird, wenn man mit seinem Publikum online kommunizieren will.

Die Personal Brand entwickelt sich durch den Content, den man im Internet teilt. Jeder Blogartikel, jedes Bild, jeder noch so kleine Tweet spezifiziert eine Person genauer und verfeinert das Gesamtbild. Wenn man sich nicht aktiv um seine Personal Brand Gedanken macht, hat man keine Kontrolle darüber wie man im digitalen Umfeld wahrgenommen wird. Andere Leute werden sich ihre eigene Meinung darüber bilden wofür du stehst – das muss nicht immer positiv sein. Ein falsches Bild, z.B. eines von der letzten Partynacht, in dem du, scheinbar außer Kontrolle, eine Flasche Vodka ext, kann deine gesamte Personal Brand zunichte machen.

Übernimmst du dagegen Kontrolle über deine Personal Brand, sitzt du allein wieder im Fahrersitz. Du hast die Kontrolle was dein Publikum zu sehen bekommt und was nicht und du kannst bestimmen wie du im digitalen Umfeld wahrgenommen werden willst.
Es geht nicht darum sich als jemand darzustellen der du nicht bist – Authentizität ist nach wie vor das entscheidende Schlüsselwort. Stattdessen kannst du Aspekte deiner Persönlichkeit in den Vordergrund rücken, die besonders positiv sind und dich so von deiner besten Seite zeigen. Aber worauf muss man beim Aufbau einer erfolgreichen Personal Brand achten?

Schauen wir uns die wichtigsten Punkte an:

Nutze deine Persönlichkeit

Starte mit deiner Persönlichkeit. Das ist das Einzigartige an dir und hebt dich von allen anderen Menschen ab. Vielleicht bist du extrem aufgeschlossen und extrovertiert. So kannst du gezielt deine Charakterzüge verwenden, um deine Fähigkeiten zu veranschaulichen und Menschen für deine persönliche Marke zu gewinnen. Gerade im Bereich des sogenannten „Knowledge Commerce“ spielt die Persönlichkeit eine extrem große Rolle. Hier werden Menschen von Leuten angezogen, die ihre Ideen und ihr Wissen in großem Maßstab kommunizieren können. Erstelle dir am besten eine Liste, die deine Persönlichkeit so genau wie möglich beschreibt. Was sticht dir am meisten ins Auge? Wie kannst du den Charakterzug verstärken, um deine Personal Brand zu verstärken?

Keine deine Stärken und Schwächen

Jeder hat bestimmten Stärken, aber auch Schwächen. Du musst deine eigenen kennen und annehmen, wenn du willst, dass deine Personal Brand als authentisch wahrgenommen werden soll. Mit anderen Worten, du willst dich nicht als die Person darstellen, die die Antworten auf alle Fragen der Welt hat. Stattdessen musst du dich so menschlich wie möglich machen. Der beste Weg, dies zu tun, ist, sowohl deine Schwächen als auch deine Stärken zu zeigen. Viele der bekanntesten Personal Brands sind sogar auf Erzählungen über persönliche Schwächen aufgebaut. So können sich andere Leute in dir wiederfinden und sich inspirieren lassen mit ihren Schwächen umzugehen.
Dies ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten eine starke Personal Brand aufzubauen, es geht vor allem darum ehrlich zu sich selbst zu sein und seine Stärken zu erkennen und seine Schwächen zu akzeptieren.

Schaffe bei jeder Gelegenheit Mehrwert

Im Knowledge Commerce Markt sind Informationen und Wissen eine Art Währung, Menschen die dir als persönliche Marke folgen sind extrem interessiert an dem Wissen, das du bereits hast und mit ihnen teilen kannst. Vermeide es daher unbedingt, Inhalte zu teilen, die für deine Follower keinen Mehrwert bieten. Das bedeutet nicht, dass du keine persönlichen Inhalte mehr teilen sollst, versuche jedoch deine Anekdoten und Bilder möglichst so zu gestalten, dass sie deinem Publikum weiterhelfen. Zum Beispiel kannst du eine Geschichte teilen in der du persönlich eine schlechte Erfahrung gemacht hast, um so deine Follower davor zu warnen den gleichen Fehler zu begehen. Die Bereitstellung von Mehrwert kann über Blog-Posts, Videos, Social Media-Posts und andere gängige Marketingkanäle hinausgehen. Zum Beispiel kannst du im Kommentarbereich deines Blogs oder Channels teilnehmen. Reagiere auf Personen, die Kommentare hinterlassen, Fragen stellen oder zukünftige Inhalte vorschlagen und baue persönliche Dialoge auf.

Poste niemals ohne Grund

Aufbauend auf dem letzten Tipp, stelle stets sicher, dass du einen guten Grund hast Blogbeiträge zu veröffentlichen, etwas auf Social Media zu teilen oder mit deinem Publikum zu interagieren. Warum ist das so wichtig? Wenn man sein Publikum langweilt oder uninteressant für seine Audience wird, beschäftigen sich diese eventuell nie wieder mit deiner Personal Brand. Es könnte der Eindruck einstehen, dass deine Brand nichts mehr von Bedeutung bieten kann und wird deshalb durch jemanden anderes ersetzt. Knowledge Commerce setzt auf Personen, die ihr Wissen effektiv mit ihrem Publikum teilen können. Wenn du etwas online postest, das keinen Zweck oder keine Bedeutung hat, so kann das schnell ein ungünstiges Licht auf dich werfen und dich nicht mehr relevant erscheinen lassen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Personal Branding nichts ist, was über Nacht passiert. Ganz besonders ist es auch nichts, dass man dem Zufall überlassen sollte. Du solltest die Kontrolle über dein persönliches, digitales Auftreten übernehmen und sicherstellen, dass du allein entscheidest was mit deinem Online-Publikum geteilt werden soll. Versuche stets wertvolle und relevante Inhalte mit deiner Audience zu teilen und veröffentliche möglichst wenig irrelevanten und uninteressanten Content für deine Community. Sobald deine Personal Brand an Bedeutung gewinnt, bist du online besser sichtbar und kannst anfangen dein Netzwerk zu nutzen. Man weiß nie welche Arten von Möglichkeiten sich bieten, sobald man sich erstmal einen vertrauensvollen und seriösen Namen erarbeitet hat.

 

Autor: Richard Henemann

 

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